Das Rad war noch nicht bekannt...
Das Rad war noch nicht bekannt...

Das Rad war noch nicht bekannt, als der Mensch eine revolutionäre Technik entdeckte: die Herstellung von Mehl. Die Erkenntnis, dass sich schwer verdauliche Samen zu nahrhaftem Staub zerkleinern lassen, lenkte das Geschick der Menschheit in eine neue Richtung. Ohne die Erfindung des Mahlsteins gäbe es kein Brot oder Gebäck, keine Nudeln, keinen Brei oder Kuskus. Es gäbe wahrscheinlich weniger Menschen auf dem Planeten. Und es gäbe keine Zivilisation, wie wir sie kennen. Vermutlich wäre das Rad, ein Hilfsmittel der Ackerbaukulturen, niemals erfunden worden.

 

Heute ist Mehl alltägliche Kost für viele Menschen. Doch eine Selbstverständlichkeit ist es nicht:

Das Getreidepulver, das große Teile der Weltbevölkerung ernährt, ist das Ergebnis einer Jahrtausende langen Entwicklung. Die Geschichte des Mehls handelt von brillanten Innovationen und wachsendem Wohlstand, aber auch von bitteren Hungersnöten. Getreide, Mehl und Brot sind untrennbar mit der menschlichen Zivilisation verbunden: Wo immer ausreichend geerntet, gemahlen und gebacken wurde, da blühten auch Kulturen  und Wirtschaft auf.