Die Geschichte Schuster Laberl
Die Geschichte Schuster Laberl

Die Geschichte Schuster Laberl:

Mundlaberl (Schuster laberl) sind seit Jahrhunderten in Wien bekannt. Angeblich stammt der Name „Schusterlaberl“ von einem Schusterlehrling. Dieser erhielt von seinem Meister den Auftrag Brot zukaufen. Um den Auftrag nicht zu vergessen, wiederholte er immer wieder „ Für‘n Schuaster a Laberl“. Beim Bäcker angekommen, vermischte er aber die Worte  und soll „Schusterlaberl,“bestellt haben. Weitere Bezeichnungen sind Schusterlaiberl oder, im Wiener Dialekt, „Schuastalawal“. Schusterlaberl und anderes Kleingebäck sind als Bäcker- auszeichen über dem Portal des „Brotbäckenhauses“ abgebildet, das 1705 in Wien, 1. Bezirk, Grünangergasse 8, erbaut wurde. Von links nach rechts und oben nach unten sind folgende Gebäckstücke erkennbar: Bosniakerl, Schusterlaberl, Kipfel, Brezel, Beugel und ein Girafferl. In einem Zeitungsartikel aus 1918 wird berichtet, dass in früheren Zeiten Schusterlaberl mit Butter im akademischen Gymnasium für 4 Kreuzer verkauft wurden und auch im Buffet der Universität erhältlich waren. Schusterlaberl und Knackwurst betrachtete man seinerzeit als frugales Nachtmahl.

  • Wachauer Laberl

Im Jahr 1857 wurde die Bäckerei und Konditorei Schmidl in Dürnstein in der Wachau gegründet. 1905 erfand Rudolf Schmidl das Wachauer Laberl. Inspiriert wurde er angeblich dabei von seinem Bruder, damals Lehrer bei den Wiener Sängerknaben, der von einer Reise ein französisches Baguette mitbrachte. Die Pariser Backware weckte den Ehrgeiz des Bäckers und so wollte er unbedingt ein Weißgebäck erfinden, das mit seiner Würzigkeit optimal zu Wein passt. So entstand das Wachauer Laberl. Das Originalrezept wird heute noch von der Bäckerei Schmidl streng gehütet. Heute wird das Wachauer Laberl in fast allen Bäckereibetrieben in ganz Österreich hergestellt, jedoch in unterschiedlichen Variationen. Das Wachauer Laberl ist ein semmelartiges, rundes Graugebäck aus Weizen- und Roggenmehl. Das Wachauer Laberl weist eine rissige Oberfläche auf, ist außen knusprig und innen flaumig. Angepasst der Weinsprache lässt sich das Wachauer Laberl, auch „Wachauerl“ genannt, folgendermaßen beschreiben:

„Es ist ein wunderbar krustiges Laberl von zartem Biss. Kein stark luftiges geschmackloses Ding, sondern hat Körper und einen individuellen Geschmack“. Das „Wachauer“ ist im Österreichischen Lebensmittelbuch, Codexkapitel B18 Backerzeugnisse, Unterkapitel „Gebäck (Kleingebäck)“ unter „Gebäcksorten mit besonderer Sachbezeichnung“ angeführt

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.